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Wer viel hat, muss viel geben

Unser Gig in der Kofferfabrik Fürth — mehr Informationen demnächst! — wirft seine Schatten voraus: Wir haben vor, dabei auch mit einem Live-Hörspiel zu experimentieren, und so ein Hörspiel braucht natürlich auch ein Skript.

Ursprünglich wollten wir dazu den „Flug der Mytilene“ verwenden, haben uns dann aber doch dagegen entschieden, einfach weil die „Mtyilene“ zwar unseres Erachtens immer noch eine starke Geschichte und gelungene Produktion ist, sie aber akustisch nur recht wenig hergibt. Darum musste ein anderes Skript her, und es gab wie üblich einiges hin und her, ehe die Wahl auf einen neuen Stoff viel: „Blowout“ wird die Story heißen. Da der Terminkalender gerade ziemlich eng ist und bereits heute abend, zu dem Zeitpunkt, an dem dieser Blogbeitrag veröffentlicht wird, das Casting (die sog. „E-Dition“…) stattfinden soll, habe ich das Skript für ca. 15 Minuten Spielzeit an den letzten beiden Abenden gewuppt. Ächz.

Da bin ich dann schon an meine Grenzen gekommen, aber, wie ich immer sage, „Wer viel hat, muss viel geben“. Ich hoffe, das Skript wird auch bei Tageslicht einigermaßen brauchbar sein, wenigstens für das Casting — daran feilen kann man ja immer noch.

Wir halten euch über die Ergebnisse des Castings auf dem Laufenden („Don’t touch that dial!“), zumal wir wieder einige spannende neue Talente auf der Kandidatenliste haben…

Partytime!

Letzten Samstag war mal wieder Release-Party!

Der Tag fing gut an, nämlich damit, dass unser kleiner Konvoi sich einmal mehr nach Roßtal auf den Weg machte, um eine neue Story aufzunehmen: Diesmal stand „Der Kuss der Muse“ auf dem Plan, die Geschichte um eine Planeten, der einst bekannt war als „Warlord’s Paradise“, auf dem nun Dichter und Ballettensembles die Rolle von Feldherren und Armeen übernommen haben. Klingt zu gut um wahr zu sein? — Natürlich…

Wir waren buchstäblich mit den letzten Takes der Aufnahme fertig, als wir schon zusammenpacken und zurück nach Fürth sausen mussten: Dort hatten wir zur Premierenparty für gleich zwei neue E-Space-Episoden geladen, einmal unsere „lokale“ Produktion „Der Flug der Mytilene„, die gleichzeitig Stefanies erste Regiearbeit für uns war, und zum anderen „Der Mann mit zwei Mündern„, eine Story die von Rüdiger eingesprochen wurde.

Die eigentliche Vorführung hatten wir im Clinc, dem Fürther Künstlerzentrum, wo wir auch die Proben für unsere Stücke durchführen dürfen. Dabei konnten wir auch eine Handvoll illustrer Gäste begrüßen, vorwiegend Mitglieder des ACT Centers, die ich bei meinem Gig zu „Mord im Tee“ kennenlernen durfte. Natürlich erging die Einladung nicht ohne Hintergedanken, denn wir sind ja immer auf der Suche nach Nachwuchs — sowohl vor dem Mikro, als auch bei den ganzen Produktionsjobs wie Regie, Skripterstellung und -redaktion, Aufnahme und Schnitt. Schauen wir mal, was wir uns da an Talenten geangelt haben. Hier noch ein paar Bilder, die leider wesentlich trister aussehen, als die Vorstellung war: Wenn Menschen konzentriert zuhören, sehen sie leider immer furchtbar niedergeschlagen aus…

Später ging’s dann weiter in unser Stammlokal zum „Herrn und Kaiser„, und da haben wir dann noch eine kleine Nachbesprechung durchgeführt und uns über Audio, Drama und Rauchbier unterhalten, bis wir endlich gegen ein Uhr herausgefegt wurden… Schön war’s, und nochmal danke allen, die mit uns zusammen gefeiert haben!

Doppelschlag: Rebellion im Weltraum

Ziemlich zeitgleich sind zwei unserer E-Space-Produktionen durch die Zielgerade gegangen: Die erste bereits veröffentlichte Story war „Der Mann mit zwei Mündern„, etwas Gothic Horror, eingesprochen von unserem „Erdaußenposten Bodensee“ Rüdiger Wenk.

Nun kommt die zweite Geschichte: „Der Flug der Mytilene„, eine Space Opera, bei der die Besatzung des titelgebenden Kreuzers sich plötzlich in ein moralisches Dilemma geworfen sieht.

Hört bei dieser Episode genau hin, denn es gibt hier einige Neuigkeiten bei E-Space: Mit Amy und Marc haben wir zwei neue Sprechertalente an prominenter Position einsetzen können. Außerdem ist Stefanie zum Produktionsteam gestoßen und hat die Regie übernommen. Viel Spaß mit ihrer ersten Arbeit aus dem Regiesessel!

Neues vom Bodensee

Rüdiger hat sich wieder einmal in die Sprecherkabine verkrochen und eine neue E-Space-Episode eingesprochen: In „Der Mann mit zwei Mündern“ kann er seiner Vorliebe für gepflegten Gruseln einmal mehr freien Lauf lassen.

Viel Spaß damit! Wir freuen uns immer darüber, kommentiert, geliket und gesharet zu werden!

Einmal mehr im Studio

Der gestrige Samstag war lang, anstrengend und — geil!

Im ersten Teil ging’s wieder einmal nach Roßtal zu Philips „Light Nine Records“, wo wir mit „Der Kuss der Muse“ eine neue Story aufgenommen haben.

Diese E-Space-Episode hat bereits eine lange Genesis hinter sich; ursprünglich sollte sie schon 2015 eine Doctor-Who-Episode unter dem Titel „Champions of Peace“ werden. Das zerschlug sich irgendwie, und das Exposé ist geraume Zeit auf meinem Schreibtisch herumgeirrt, bis Verena und ich irgendwann darauf kamen, dass das ein gutes Projekt für ihre zweite E-Space-Story nach „Erleuchtung“ werden könnte.

Gesagt getan, wir haben das Exposé von Doctor-Who-Referenzen befreit und Verena hat sich ans Werk gemacht. Obwohl die Story eigentlich ziemlich tragisch ist, hat Verena wieder ihren ganz eigenen Humor eingebracht, und das funktioniert — meiner bescheidenen Meinung nach — wunderbar. Jetzt kommt natürlich wieder die lange Phase von Schnitt und Nachbearbeitung, diesmal wieder in Bryans erfahrenen Händen. Die Story ist akustisch wieder einigermaßen anspruchsvoll, so dass ich jetzt noch keine Terminversprechen machen will, wann mit der Release zu rechnen ist…

Diese Diashow benötigt JavaScript.

(Bilder: Jörg Tremmel, Stefanie (nicht die Steffi) Hahn und Sina Vogt)

Aber zwischen der Aufnahme und dem Schnitt war gestern abend erstmal Zeit für eine Release-Party zweier abgeschlossener E-Space-Storys, nämlich „Der Mann mit zwei Mündern“ und „Der Flug der Mytilene“. Dazu in Bälde mehr auf diesem Blog, stay tuned!

Nein, wir sind nicht vom Rand der Welt heruntergefallen

Und wir haben auch brav die Servergebühren bezahlt — dass es auf dieser Site derzeit sehr ruhig zugeht, liegt nur daran, dass wir uns mit unserer eigentlichen Aufgabe, der Produktion von Hörspielen befassen.

Diesbezüglich haben wir zwar noch keine greifbaren MP3s zu bieten, aber ich kann euch schon mal einen Zwischenstand unserer diversen Produktionen durchsagen:

  • „Der Flug der Mytliene“, eine Space Opera über eine Raumschiffbesatzung, die plötzlich vor ein moralisches Dilemma gestellt wird, ist aufgenommen. (Und ich stelle mit Entsetzen fest, dass dazu gar nichts gebloggt wurde — mea culpa…!) Mit der „Mytliene“ haben wir unseren Talente-Pool mal wieder erweitert, es ist das Regiedebüt von Stefanie. Derzeit hirnt sie zusammen mit Bryan über dem Schnitt, und wir hoffen, dass wir bald eine Veröffentlichung zusammenhaben!
  • Bei den Kameraden von Little More Sonic ist eine weitere Geschichte im Kasten: In „Eidolon“ trifft der Doctor mit Companion Peri auf Edgar Allan Poe — eine Story, an der ich als Poe-Fan persönlich besonders hänge, und bei der es tatsächlich mehrere Jahre gedauert hat, bis wir bei einem Skript angelangt waren, mit dem ich zufrieden war. Auch hier findet gerade die Post-Produktion statt.
  • Rüdiger, unser Außenposten am Bodensee hat ein weiteres Einpersonenstück abgeliefert: Nach dem „Weiher“ kehrt er mit „Der Mann mit zwei Mündern“ wieder zu viktorianischem Grusel zurück. Das erste MP3 liegt mir vor, wir diskutieren gerade noch, ob wir noch Korrekturen daran vornehmen und eventuell mit Geräuschen arbeiten wollen.
  • Verena hat nach „Erleuchtung“ ein weiteres Skript abgeliefert: „Den die Muse küsst“ (Arbeitstitel) hat auch schon eine längere Entstehung hinter sich. Ursprünglich hatte ich die Idee für den ersten Doctor und Vicki geschrieben und für einen Wettbewerb von Big Finish eingereicht (wo sie aber erwartungsgemäß abgelehnt wurde). Über Umwege reinkarnierte die Idee — ein Planet hat dem Krieg abgeschworen und löst seine Konflikte nun über Poetry-Slams — zu einem Skript aus Verenas Feder, und hier stecken wir gerade in den Proben und haben einen Aufnahmetermin im August.

Für den Herbst haben wir dann große Pläne: Wenn alles glatt geht, wird es ein Live-Event in der Fürther Kofferfabrik geben, bei dem wir unsere Hörspiele dann vor Publikum präsentieren. Wir halten euch auf dem Laufenden!

Ihr seht also, müßig gehen wir nicht… Demnächst mehr auf diesem Kanal.

Wie man (k)eine E-Space Story schreibt

Nachdem Elmar schon öfter Namedropping betrieben hat, ist es jetzt endlich mal an der Zeit, dass ich auch selbst meinen Senf dazugebe. Hallo zusammen, ich bin Verena, ihr kennt mich bisher (nur) als Autorin von „Erleuchtung„. Story Nummer zwei, „Den die Muse küsst“, befindet sich in (Prä-)Produktion und Titel Nummer drei … Nun, davon handelt dieser Post.

Wie schreibt man (bzw. frau) eine E-Space Story?

Schritt eins: Überlege dir ein lustiges Setting und schreibe ein paar selten dämliche Dialoge.

S: Na, na, die paar Kleider werden Sie ja wohl verschmerzen können …

M: Kleider?! Das sind keine „Kleider“! Das sind vom Orm höchstpersönlich gesegnete heilige Roben!

S: Vielleicht hätte er noch ein paar Mottenkugeln dazu spendieren sollen – diese Löcher da …

M: Was fällt Ihnen ein, den Orm zu kritisieren?! Diese Robe ist heilig, wie sie ist und die Löcher sind ein Zeichen für unser Gelübde, mehr zu geben als zu nehmen!

Schritt zwei: Schicke die Datei voller Übermut an Elmar und …

Schritt drei: … lass dich daran erinnern, dass eine E-Space Story auch eine wirkliche Story braucht.

Zwischenakt – binge deine Netflix-Liste leer(er)

Schritt vier: Stürze dich total motiviert in eine Überarbeitung.

Schritt fünf: Schicke die Datei voller Übermut an Elmar und …

Schritt sechs: … lass dir sagen, dass die Story immer noch nicht funktioniert.

Schritt sieben: Überarbeite die Idee grundlegend und sei mit deinen Storytelling-Nichtqualitäten unzufrieden.

Und an diesem Punkt wären wir im Moment. Eine grundsätzliche Idee existiert, aber wie so üblich bei mir finde ich meine Figuren so interessant, dass es mir ziemlich egal ist, was mit ihnen passiert. Ich könnte auch ein Skript über einen Einkauf im Supermarkt abliefern. Also, einen absolut ereignislosen Einkauf im Supermarkt. Einfach nur, um Produktnamen zu erfinden, die unsere Sprecher*innen zur Verzweiflung treiben. Harr Harr Harr

Lange Rede, kurzer Sinn: eine E-Space Story schreibt man am besten, indem man sich viel Zeit nimmt und Ideen gären lässt.

Back to the drawing board …

Cargohosen und lange Schals

Dies ist eine Geschichte aus den Tiefen des Raums, jenseits unserer Zeit. Ein Märchen von übermorgen, in der Umlaufbahn von Merboldt Prime.

Zum dritten Mal lud unsere Regisseurin Stefanie zur Probe für „Der Flug der Mytilene“, dieses Mal ging es darum, dass Bryan (Unterhändler), Amy (Koordinatorin) und ich (Executive) miteinander schauspielern, statt nur Worte vom Skript abzulesen.

Was dazu gehört, neben, natürlich, den richtigen Worten, sind bewußt gesetzte Pausen, eine Körperhaltung und eine Idee, wer wir denn eigentlich sind.

Dazu haben wir einander gegenseitig kritisiert, die Rollen vertauscht, Text an unser Sprachempfinden angepasst, Sci-Fi Referenzen bemüht („Also ich bin mehr Worf als Riker, und am Anfang ein bisschen Spock?“) und schlussendlich uns darüber unterhalten, wie wir eigentlich aussehen unserer Meinung nach.

Das führte zu einem kramen Stefanies in Schränken und Regalen, dem Austausch von Schals und Zopfgummis, bis wir ein bisschen wie ehemals vor Muttis Kleiderschrank verkleidet im Wohnzimmer unserer Regisseurin standen und nochmals die Zeilen sprachen.

Und Himmel, was für ein Unterschied!

Es ist fantastisch zu spüren, wie auf einmal Worte in Geschichten, in Gefühle übersetzt werden. Wie man für einen Bruchteil der Minute wirklich „auf dem Schiff“ ist. Und man leicht erstaunt und berührt am Ende der kurzen Szenen da steht und sich fragt: „Geil, hab ich das wirklich gerade erlebt?“

Wenn ich nach einem anstrengenden Tag am Ende einer Probe energiegeladen und voller Inspiration nach Hause gehe – so muß das sein!

Es klingt und summt…

Ja, wir sind wieder da und wir nehmen Fahrt auf ins Jahr 2019.

Am letzten Samstag lud unser neues Regietalent Stefanie mit unserem bewährten Regieassistenztalent Nicole zu einem Vorsprechen für gleich zwei neue „Geschichten aus dem E-Space“ ein.

Eine Geschichte unseres erprobten Autors Elmar, „Der Flug der Mytilene“, während des Abends immer wieder als „Die Mission“ referenziert, was mich total schalou gemacht hat, weil dieser Titel nirgends stand. Außer wohl irgendwann mal im Dateinamen. Seufz. Ein, wie soll ich sagen, ein politisches Lehrstück im Weltall so würde ich es beschreiben.

Und eine weitere unseres nicht mehr ganz so neuen Autorentalents Verena, die sich offenbar gerade anschickt, Elmar von seinem alleinigen Schreiberthron zu stoßen. „Den die Muse küsst“ heißt ihre Geschichte und war in einer der ersten Fassungen als Geschichte für William Hartnells Doctor und Vicky sowie Steven gedacht, bevor wir uns aus verschiedenen Gründen für eine Umsetzung im Rahmen des E-Space entschieden. Eine Geschichte, wieder im All, über einen Kriegsplaneten mit sehr eigenen Regeln.

Wie man sieht, haben wir unglaublich viele neue Talente beim Vorsprechen gehabt und sage und schreibe, es hat tatsächlich jeder eine Rolle bekommen!

Jetzt geht es ans proben im Frühjahr und dann im Sommer beziehungsweise im September sollen die Aufnahmen erfolgen. Ja, ich weiß, es dauert immer alles so lange, aber zum einen wollt ihr ja auch was ordentliches hören und zum anderen sind wir nur so und so viele Menschen und brauchen wir immer noch Unterstützung im Postproduction-Bereich, also vornehmlich beim Schnitt. Aber auch über Regisseure und Schreiber freuen wir uns!

In diesem Sinne, wir hören uns!

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