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Das Ziel des Ganzen?

Was ist denn eigentlich das Ziel des E-Space-Projekts? Für unsere Zuhörer offensichtlich, ihnen spannende, gruselige und lustige Audio-Storys aus dem Grenzbereich zwischen Realität und Fantasie zu bieten. Und für die Macher?

Nachdem Sina und ich zwei Jahre lang Little More Sonic praktisch in Eigenregie geführt und die Verantwortung von A bis Z übernommen hatten, sollten die E-Space-Storys als „Sandkasten“ dienen, in dem wir nicht nur mit neuen Formen der Geschichten experimentieren konnten, statt in dem „Korsett“ des Doctor Who-Universums festzustecken: Wir wollten auch neue Talente entdecken und fördern, die Aufgaben hinter dem Mikrophon übernehmen würden. Da kann ich sagen, das ist uns inzwischen ganz gut gelungen.

Verena als neues Autorentalent ist ein zäher Knochen, der sich auch durch mehrere Runden Skript-Editing mit mir nicht entmutigen lässt, sondern stattdessen von Version zu Version bessere Skripte abliefert: Für die nächste E-Space-Produkton, „Champions“, hatte ich das Exposé eigentlich als eine sehr straighte, tragische Geschichte in der Art von „Diener der Erkenntnis“ entworfen. Verena ist mit dem trübsalblasenden Ansatz aber nicht 100%ig klargekommen und ist das Thema nun auf eine leichtere, groteske Art angegangen. Und, was ich nicht erwartet hätte: Es funktioniert, vermutlich sogar besser als meine ursprüngliche Idee.

Das ist die besondere kreative Belohnung: Wenn jemand aus dem Team mehr aus der Idee herausholt, als ich ursprünglich darin erwartet hätte. Das ist die Befriedigung für mich als Autor bei der Arbeit mit einem guten Regisseur (Hallo, Sina und Doris!), und für mich als „Showrunner“ (ein großes Wort für eine kleine Show…) mit einem guten Autor.

Dasselbe gilt übrigens auch für die weniger glamouröse, aber mindestens ebenso anspruchsvolle (und, sagen wir es ehrlich: unbankbare) Arbeit des Schnitts. Der Trick ist ja, dass der Schnitt so daherkommen soll, dass man ihn gar nicht wahrnimmt, sondern dass alles klingt, als sei es eben so vor dem Mikro passiert. Dass da erstmal hunderte Schnippsel an Akustikmaterial gefunden, abgestimmt, gefiltert, verfremdet und auf die Zeitspuren verteilt sein wollen, gerät dabei leicht ins Vergessen.

Aber auch hier ist Linderung eingetreten. Jörg hat ja bereits unser E-Space-Debut „Ausschlag gebend“ geschnitten und ist für den Schnitt der kommenden LMS-Story „Brigade DALöK“ eingeplant. Darüberhinaus nimmt er mir auch noch den Schnitt der laufenden E-Space-Produktion „Erleuchtung“ ab, seit abzusehen ist, dass ich aus Zeitgründen vor Ende Mai nichts mehr zustande bringen würde — dafür bin ich umso dankbarer, als ich es als unfair empfinde, wenn wir die Sprecher, die viele anstrengende Stunden an Proben und Textlernen nach Feierabend in die Hörspiele gesteckt haben, zu lange auf die Früchte ihrer Arbeit warten lassen.

Von daher habe ich momentan ein ganz gutes Gefühl, dass wir uns unserem Ziel nähern, um nicht zu sagen, „ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.“

Und das nächste Skript…

… aus der Feder von Verena ist eingetrudelt! Natürlich (weil es meine Art ist, und weil ich dadurch meine Position rechtfertige) habe ich daran ein wenig herumgenörgelt, aber ich hab das Gefühl, im dritten Anlauf wird aus der „Champions of Peace“-Story endlich ein Erfolg!

Von daher, liebe E-Space-Teammitglieder, macht euch schon mal warm für eine Audition, zu der ihr in absehbarer Zeit eingeladen werdet. Nicht vergessen: Auch für jenseits des Mikros suchen wir immer an Produktionsassistenz/Ton/Schnitt interessierte Talente!

Und was geschah sonst noch so? —

erleuchtung

:-)

Kopfhörer auf, Augen auf!

Mein anderes Projekt geht doch nicht so schnell voran wie erwartet. Damit habe ich jetzt ein paar Hobbytage frei, und das heißt, dass ich mich vielleicht schon früher als erwartet an den Schnitt für „Erleuchtung“ machen kann.

Um meine Aufmerksamkeit buhlt allerdings auch Verenas neues Skript, das heute nachmittag in meinem Posteingang gelandet ist…

Erleuchtung im Kasten

Ich nehme an, Michaela wird in Kürze noch einen ausführlichen multimedialen Blogpost mit In-depth-Information und Starinterview (!) veröffentlichen, bis dahin schon mal von meiner Seite:
Die Aufnahmen für „Erleuchtung“ sind im Kasten, lief weitgehend reibungslos und hat Spaß gemacht, unsere neue Aufnahmeheimstatt Nine Light Records macht nen guten Eindruck, ich lob unsere Cast gerne nochmal über den grünen Klee und gelobe, mich so schnell wie möglich an den Feinschnitt zu machen, sowie die rohen Aufnahmen auf meinem Tisch landen!

Die Spannung steigt

Morgen früh geht’s wieder ab zur Aufnahme — neues Team, neues Studio, neue Story.

Und natürlich fallen mir jetzt wieder hunderterlei Dinge ein, die schiefgehen könnten.

P.S. „Erleuchtung“

Ich vergaß zu erwähnen, dass die Konkurrenz — namentlich Sina, die gerade eben mit ihrer laufenden Little More Sonic-Produktion Brigade DALöK beschäftigt ist — bei der letzten Probe von „Erleuchtung“ hereingelinst hat.

Und dass sie tatsächlich sehr beeindruckt war, sowohl von dem Skript, als auch von der Leistung unserer Sprecher.

Wenn wir also schon aus so berufenem Munde solches Lob bekommen, was soll dann noch schief gehen…?

Letzte Ausfahrt: „Erleuchtung“!

Gestern haben die dritten und letzten Proben für unsere nächste E-Space-Story, „Erleuchtung“ stattgefunden.

In dieser Geschichte um den etwas naiven aber tiefgläubigen David haben wir mehrere „Firsts“ zu vermelden: Zum einen stammt das Skript zum ersten Mal nicht aus meiner Feder, sondern von Verena Maser, zum anderen gibt Julia Piecha ihr Debut im Team als Sprecherin von „Mavis“, Davids Schwester. Zusammen mit ihr werden Veteran Jörg Tremmel als „Prälat Nil“ und nach längerer Pause mal wieder Johannes Gründner als „David“ vor dem Mikro stehen.

Und mit dem Mikro verbindet sich bereits die nächste Neuerung: Auf unserer nicht enden wollenden Odyssee durch verschiedene Studios probieren wir mal wieder was Neues für die Aufnahmen aus, die am Sonntag stattfinden werden: Wir haben uns bei den Light Nine Recordings in Roßtal etwas außerhalb von Nürnberg eingemietet.

Rasende Reporterin Michaela wird mit Notizblock und Kamera (und mit etwas Glück mit Kaffee und Muffins… ;-)) vor Ort sein und euch hoffentlich rasch danach einen ersten Erlebnisbericht liefern können! Auf das fertige Hörspiel werdet ihr aber vermutlich noch ein wenig warten müssen: Da ich kurzfristig noch durch andere Projekte in Beschlag genommen wurde, komme ich vermutlich vor Mitte April nicht dazu, mit dem Schnitt der Aufnahmen zu beginnen.

Unser vierter Streich!

Wir sind sehr stolz, euch heute unseren „vierten Streich“ vorstellen zu können — damit ihr seht, dass uns der  Wechsel von Patreon zu WordPress nicht aus dem Gleis geworfen hat:

Der Leuchtturm

ist fertig und steht für euch ab sofort zum kostenlosen Download bereit!

In einer Koproduktion von Edgar Allan Poe und mir (hüstel) ist die Geschichte um einen Adligen entstanden, der für sich nur die Einsamkeit sucht und meint, sie als Wärter eines abgelegenen Leuchtturms zu finden. Aber er wäre nicht im E-Space, wenn sich nicht alles ganz anders entwickeln würde…

Regie führte Doris, als Sprecher haben wir wieder unseren alten Haudegen Norbert. Die Aufnahme (in einem Raum mit leider sehr schlechter Akustik, wie wir erst später erkannte haben) hat Jörg geleitet, der Schnitt lag in Bryans Händen (bzw. Ohren).

Hört rein, liket, teilt, kommentiert!

Willkommen zum Launch in den E-Space!

Hallo, und ein herzliches Willkommen zu unserer neuen Website für unser neues Hörspielprojekt, „Geschichten aus dem E-Space“

Wir sind ein kleines Team von Hörspielbegeisterten aus dem Raum Nürnberg/Fürth/Erlangen. Begonnen haben wir 2014 mit komplett eigenproduzierten Doctor Who-Fanhörspielen, wo alle Aufgaben vom Skript-Entwurf bis zum Feinschnitt von unseren Mitgliedern übernommen wurden.

Im Laufe der Zeit war uns das aber nicht mehr genug: Unsere Geschichten um den Doctor mit einer „Full Cast“ erwiesen sich als sehr aufwändig zu produzieren — was zu langwierigen Verzögerungen in der Post-Production führte, was wiederum die Mitstreiter frustrierte.

Aus dieser Situation heraus entstand die Idee für „E-Space“: Das sollten Hörspiele und Hörgeschichten*) in kleinerem Format werden, mit einer kleineren Besetzung und möglicherweise nur einem einzelnen Sprecher. Damit wollten wir eine schnellere Folge von Veröffentlichungen erzielen, und gleichzeitig sollte E-Space auch ein Spielplatz werden: Bis dahin hatte ich (Elmar) alle Skripte für Little More Sonic geschrieben, und Sina hatte beim Löwenanteil der Geschichten Regie geführt und die Produktion übernommen. Mit kleineren Formaten, so der Gedanke, sinkt die Hemmschwelle für den Rest der Truppe, auch mal etwas anderes als ihre etablierten Rollen auszuprobieren. Das hat sich bereits ausgezahlt, momentan befinden wir uns mitten in den Proben zu „Erleuchtung“, der ersten Geschichte, die nicht aus meiner Feder sondern von Verena Maser stammt.

Thematisch wollten wir uns auch von Doctor Who lösen. Nicht nur, dass wir uns damit urheberrechtlich immer in einer Grauzone bewegten, wir wollten auch einmal komplett ungebunden sein und einfach schreiben und aufnehmen, wonach uns gerade der Sinn stand, ohne an irgendeine Continuity gebunden zu sein. So ist der rote Faden von E-Space nurmehr, dass die Geschichten, die wir erzählen, einen Touch von Fantastik, Grusel oder Grotesken enthalten sollen — sozusagen im Graubereich zwischen Twilight Zone, Edgar Allan Poe und Roald Dahl.

Wir hoffen, dass ihr viel Spaß mit unseren Produktionen habt und uns als Hörer treu bleibt — und auch nicht vergesst, ein wenig Werbung für uns zu machen, wenn euch die Geschichten gefallen haben!


*) Ich unterscheide für uns zwischen dramatischen Hörspielen mit Sprechen in verteilten Rollen und Geräuscheffekten, und Hörgeschichten, bei denen ein Sprecher einen Prosatext vorliest.

 

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