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Einmal mehr im Studio

Der gestrige Samstag war lang, anstrengend und — geil!

Im ersten Teil ging’s wieder einmal nach Roßtal zu Philips „Light Nine Records“, wo wir mit „Der Kuss der Muse“ eine neue Story aufgenommen haben.

Diese E-Space-Episode hat bereits eine lange Genesis hinter sich; ursprünglich sollte sie schon 2015 eine Doctor-Who-Episode unter dem Titel „Champions of Peace“ werden. Das zerschlug sich irgendwie, und das Exposé ist geraume Zeit auf meinem Schreibtisch herumgeirrt, bis Verena und ich irgendwann darauf kamen, dass das ein gutes Projekt für ihre zweite E-Space-Story nach „Erleuchtung“ werden könnte.

Gesagt getan, wir haben das Exposé von Doctor-Who-Referenzen befreit und Verena hat sich ans Werk gemacht. Obwohl die Story eigentlich ziemlich tragisch ist, hat Verena wieder ihren ganz eigenen Humor eingebracht, und das funktioniert — meiner bescheidenen Meinung nach — wunderbar. Jetzt kommt natürlich wieder die lange Phase von Schnitt und Nachbearbeitung, diesmal wieder in Bryans erfahrenen Händen. Die Story ist akustisch wieder einigermaßen anspruchsvoll, so dass ich jetzt noch keine Terminversprechen machen will, wann mit der Release zu rechnen ist…

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(Bilder: Jörg Tremmel, Stefanie (nicht die Steffi) Hahn und Sina Vogt)

Aber zwischen der Aufnahme und dem Schnitt war gestern abend erstmal Zeit für eine Release-Party zweier abgeschlossener E-Space-Storys, nämlich „Der Mann mit zwei Mündern“ und „Der Flug der Mytilene“. Dazu in Bälde mehr auf diesem Blog, stay tuned!

Nein, wir sind nicht vom Rand der Welt heruntergefallen

Und wir haben auch brav die Servergebühren bezahlt — dass es auf dieser Site derzeit sehr ruhig zugeht, liegt nur daran, dass wir uns mit unserer eigentlichen Aufgabe, der Produktion von Hörspielen befassen.

Diesbezüglich haben wir zwar noch keine greifbaren MP3s zu bieten, aber ich kann euch schon mal einen Zwischenstand unserer diversen Produktionen durchsagen:

  • „Der Flug der Mytliene“, eine Space Opera über eine Raumschiffbesatzung, die plötzlich vor ein moralisches Dilemma gestellt wird, ist aufgenommen. (Und ich stelle mit Entsetzen fest, dass dazu gar nichts gebloggt wurde — mea culpa…!) Mit der „Mytliene“ haben wir unseren Talente-Pool mal wieder erweitert, es ist das Regiedebüt von Stefanie. Derzeit hirnt sie zusammen mit Bryan über dem Schnitt, und wir hoffen, dass wir bald eine Veröffentlichung zusammenhaben!
  • Bei den Kameraden von Little More Sonic ist eine weitere Geschichte im Kasten: In „Eidolon“ trifft der Doctor mit Companion Peri auf Edgar Allan Poe — eine Story, an der ich als Poe-Fan persönlich besonders hänge, und bei der es tatsächlich mehrere Jahre gedauert hat, bis wir bei einem Skript angelangt waren, mit dem ich zufrieden war. Auch hier findet gerade die Post-Produktion statt.
  • Rüdiger, unser Außenposten am Bodensee hat ein weiteres Einpersonenstück abgeliefert: Nach dem „Weiher“ kehrt er mit „Der Mann mit zwei Mündern“ wieder zu viktorianischem Grusel zurück. Das erste MP3 liegt mir vor, wir diskutieren gerade noch, ob wir noch Korrekturen daran vornehmen und eventuell mit Geräuschen arbeiten wollen.
  • Verena hat nach „Erleuchtung“ ein weiteres Skript abgeliefert: „Den die Muse küsst“ (Arbeitstitel) hat auch schon eine längere Entstehung hinter sich. Ursprünglich hatte ich die Idee für den ersten Doctor und Vicki geschrieben und für einen Wettbewerb von Big Finish eingereicht (wo sie aber erwartungsgemäß abgelehnt wurde). Über Umwege reinkarnierte die Idee — ein Planet hat dem Krieg abgeschworen und löst seine Konflikte nun über Poetry-Slams — zu einem Skript aus Verenas Feder, und hier stecken wir gerade in den Proben und haben einen Aufnahmetermin im August.

Für den Herbst haben wir dann große Pläne: Wenn alles glatt geht, wird es ein Live-Event in der Fürther Kofferfabrik geben, bei dem wir unsere Hörspiele dann vor Publikum präsentieren. Wir halten euch auf dem Laufenden!

Ihr seht also, müßig gehen wir nicht… Demnächst mehr auf diesem Kanal.

Wie man (k)eine E-Space Story schreibt

Nachdem Elmar schon öfter Namedropping betrieben hat, ist es jetzt endlich mal an der Zeit, dass ich auch selbst meinen Senf dazugebe. Hallo zusammen, ich bin Verena, ihr kennt mich bisher (nur) als Autorin von „Erleuchtung„. Story Nummer zwei, „Den die Muse küsst“, befindet sich in (Prä-)Produktion und Titel Nummer drei … Nun, davon handelt dieser Post.

Wie schreibt man (bzw. frau) eine E-Space Story?

Schritt eins: Überlege dir ein lustiges Setting und schreibe ein paar selten dämliche Dialoge.

S: Na, na, die paar Kleider werden Sie ja wohl verschmerzen können …

M: Kleider?! Das sind keine „Kleider“! Das sind vom Orm höchstpersönlich gesegnete heilige Roben!

S: Vielleicht hätte er noch ein paar Mottenkugeln dazu spendieren sollen – diese Löcher da …

M: Was fällt Ihnen ein, den Orm zu kritisieren?! Diese Robe ist heilig, wie sie ist und die Löcher sind ein Zeichen für unser Gelübde, mehr zu geben als zu nehmen!

Schritt zwei: Schicke die Datei voller Übermut an Elmar und …

Schritt drei: … lass dich daran erinnern, dass eine E-Space Story auch eine wirkliche Story braucht.

Zwischenakt – binge deine Netflix-Liste leer(er)

Schritt vier: Stürze dich total motiviert in eine Überarbeitung.

Schritt fünf: Schicke die Datei voller Übermut an Elmar und …

Schritt sechs: … lass dir sagen, dass die Story immer noch nicht funktioniert.

Schritt sieben: Überarbeite die Idee grundlegend und sei mit deinen Storytelling-Nichtqualitäten unzufrieden.

Und an diesem Punkt wären wir im Moment. Eine grundsätzliche Idee existiert, aber wie so üblich bei mir finde ich meine Figuren so interessant, dass es mir ziemlich egal ist, was mit ihnen passiert. Ich könnte auch ein Skript über einen Einkauf im Supermarkt abliefern. Also, einen absolut ereignislosen Einkauf im Supermarkt. Einfach nur, um Produktnamen zu erfinden, die unsere Sprecher*innen zur Verzweiflung treiben. Harr Harr Harr

Lange Rede, kurzer Sinn: eine E-Space Story schreibt man am besten, indem man sich viel Zeit nimmt und Ideen gären lässt.

Back to the drawing board …

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